Digitalisierung: Handel im Branchenvergleich schlecht platziert

18. Februar 2016

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Der aktuelle Digitalisierungsgrad in den verschiedenen Branchen weist nach einer Studie des digital intelligence institute (dii) sehr deutliche Unterschiede auf. Die Handelsunternehmen erreichen nur Platz 8 im Ranking der 10 untersuchten Wirtschaftssektoren. Zu ihren Kernproblemen gehört, dass aktuell nur jedes vierte Unternehmen eine offensive Digitalisierung auf der Agenda stehen hat, fast 40 Prozent sehen solche Notwendigkeiten entweder noch gar nicht oder erst in der Zukunft. Dies resultiert möglicherweise auch daraus, dass es hier an einer klaren Führung in den Unternehmen fehlt: Wer in der strategischen Verantwortung steht, ist in jedem dritten Fall überhaupt nicht geklärt. Meistens gehen die digitalen Initiativen von einzelnen Fachbereichen aus, damit bilden sie erfahrungsgemäß jedoch vornehmlich deren eigene Interessen ab und lassen eine unternehmensweite Ausrichtung vermissen.

Fast zwangsläufig sind ambitionierte Investitionsplanungen die Ausnahme, nur jedes zweite der 135 befragten Handelsunternehmen will zusätzliches Geld für die Digitalisierung in die Hand nehmen bzw. sich mit Hilfe der neuen Technologien neuen Geschäftsmodellen widmen. Diese Selbstbeschränkung bei der Digitalisierung scheint charakteristisch für diese Branche zu sein, schließlich weist auch der bisherige Digitalisierungsgrad der Geschäfts- und Verwaltungsprozesse nur ein mäßig hohes Niveau auf. Nur ein Beispiel: In jedem fünften Unternehmen überwiegen die in Papierform vorliegenden gegenüber den digital gespeicherten Informationen. Auch Medienbrüche in den wichtigsten Geschäftsprozessen sind noch weit verbreitet und deuten darauf hin, dass die Handelsfirmen noch über ein erhebliches Potenzial zur Steigerung ihrer Effizienz in den betrieblichen Abläufen ungenutzt lassen.


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